Forschungsprozess

Forschungsprozess#

Ein Forschungsprozesses lässt sich nach dem Modell in fünf Phasen unterteilen. Jeder Phase sind mehrere Tätigkeiten zugeordnet, um sie in Ansätzen zu konkretisieren, auch wenn die Abgrenzung fuzzy bleibt. Ergänzt wird die Darstellung mit einer Übersicht, die für jede Phase mögliche digitale Methoden nennt. Näheres zu diesen Methoden findet sich auf der folgenden Seite.

Phase Tätigkeiten Digitale Methoden
Forschungsdesign entwickeln
  • Forschungsgegenstand identifizieren, Sampling
  • Forschungsfragen entwickeln, Ziel der Untersuchung benennen, Hypothesen bilden
  • Forschungsmethoden auswählen
  • Forschungsstrategie entwerfen
  • Datenbeschreibung: Ethik/Recht prüfen, Qualität sichern, Datentypen bestimmen, Lizenzen angeben
  • Datenmanagement: organisieren, aufbewahren, archivieren, speichern, nachnutzbar machen, kollaborieren
(agentische) LLMs:
  • Diskussionspartner
  • Forschungshelfer
Erschließen und Erheben
  • erheben, erschließen, aufnehmen, erfassen, sammeln
  • transkribieren, konvertieren
  • kollationieren, emendieren
  • übersetzen, paraphrasieren, zusammenfassen
  • validieren
  • Object Character Recognition
  • Handwritten Text Recognition
  • Document Layout Analysis
Anreichern und Aufbereiten
  • aufbereiten, bereinigen
  • anreichern, annotieren
  • edieren, editieren, kommentieren
  • Tokenisation
  • Normalisation
  • Stemming
  • Lemmatisation
  • Part-of-Speech Tagging
  • Dependancy Parsing
  • Named Entity Recognition
Analysieren und Interpretieren
  • modellieren
  • analysieren, inferieren
  • visualisieren
  • interpretieren, kontextualisieren, Theorien bilden
  • Text Classification
  • Text Similarity
  • Sentiment Analysis
  • Topic Modelling
  • Rhetorical Structure Theory
  • Social-Network-Analysis
Publizieren und Nachnutzen (Ergebnisse und Daten)
  • publizieren, kommunizieren, teilen
  • kuratieren, archivieren
  • nachnutzen
(agentische) LLMs:
  • Forschungshelfer

Auf der nächsten Seite sind die digitalen Methoden zu einem prototypischen Orientierungsrahmen zusammengefasst, der es den Forscherinnen und Forschern ermöglichen soll, sich mithilfe dieses ersten Überblicks reflektiert mit den methodischen Optionen auseinanderzusetzen. Wie die Übersicht nahelegt, wird es immer um eine Methodentraingulation gehen, die neben den digitalen Methoden selbstverständlich auch analoge Methoden einschließt.